Challenge Samorin, 23./24.5.2026
Den Auftakt am Rennwochenende in Samorin/Slowakei machte Nachwuchstalent Lara. Sie sprintete die 200m im flotten Stil und freute sich über die wohlverdiente
Medaille.
Julia und Michi hatten sich für Championship qualifiziert und David sich in der Open Division angemeldet.
Zunächst ging es noch ins 15 Grad kalte Wasser des Kanals, 2/3 der Strecke in Richtung der Strömung ergaben gute Schwimmzeiten ;-)
Am Rad ging es eine 90km Runde flach dahin, hier war der größte Gegner der phasenweise zermürbende Gegenwind.
Beim Laufkurs waren neben der inzwischen sengenden Hitze bei rund 30 Grad die verschiedenen Untergründe die größte Herausforderung: Wiese, Trabrennbahn, stinkender
Gummiboden und ein wenig Asphalt.
Angefeuert wurden unsere Athleten von etlichen Teammitgliedern, die teils mit dem Rad nach Samorin gekommen sind!
Nach 4,5 Runden durfte man endlich in den Zielkanal einbiegen.
Das Rennen war top organisiert, die Labestellen gut ausgerüstet und das Finisher Buffet bzw. der Zielbereich boten alles was das Herz begehrt unter anderem auch eine Eistonne, die von Michi und
David zum runterkühlen genutzt wurde.
David: 4:55:36 // 32:58 / 2:32:51 / 1:40:22
Julia: 5:25:36 // 38:21 / 2:40:56 / 1:56:38
Michi: 6:12:43 // 35:18 / 2:55:06 / 2:29:14
Das TriTeam gratuliert allen 4 zu den tollen Leistungen!
Rennbericht David:
Vor dem Rennen konnte ich mich erst nur schwer motivieren, da schon feststand, dass ich diesmal aufgrund unglücklicher Umstände ohne Triathlon Bike am Start stehen würde.
Aber raunzen hilft nix, sondern Gas geben.
Beim Schwimmen habe ich einen schönen Rhythmus gefunden und konnte das eigentlich recht „easy“ durchziehen.
Der Radsplitt war für das das ich am Rennrad unterwegs war ganz ordentlich und nicht überpaced. Da wäre noch einiges drin gewesen auf der Topfebenen Stecke 😅
Laufen war wie erwartet hart, auch aufgrund der hohen Temperaturen sowie den unterschiedlichen Streckenbelägen und generell wie ich meine ein verwinkelter Kurs.
Aber alles in allem gut und konsequent durchgezogen.💪🏼
Rennbericht Julia:
Schwimmen: Die Schwimmzeit war akzeptabel, aber nur aufgrund der hilfreichen Strömung ;-) Cool war, dass Andi, Patrick und Paul mich ein Drittel der Strecke am Damm begleitet haben - das
hatte ich noch nie.
Rad: Ging super gut, der flache Kurs liegt mir, mit dem Gegenwind konnte ich gut umgehen und ich musste nur einmal rufen, dass man bitte rechts fahren möge.
Laufen: Katastrophe. Die verschiedenen Untergründe und der stinkende Gummi haben mich fertig gemacht, das hat sich zu keinem Zeitpunkt nach athletischem Laufen, sondern nach schwerfälligem
Füße heben angefühlt. Bei KM 4 hab ich schon über DNF nachgedacht, aber die vielen TriTeam Mitglieder die extra zum anfeuern gekommen sind bzw. im Livestream mitgeschaut haben, haben mich dann
doch noch von Labe zu Labe und irgendwie ins Ziel getragen.
Fazit: Samorin sieht mich nur noch in der Staffel am Rad - das dafür sehr gerne :-)
Rennbericht Michael – aka „Mike“ :
Ein weiterer Bewerb, welchen ich für das TriTeam Marchfeld absolvieren konnte – Lassee ist ja schon etwas her - und aufgrund meiner Qualifikation im Vorjahr auch dabei sein durfte. Aber
erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.
Denn die Vorfreude auf den Bewerb sollte sich als ein Trübsal-blasen nach dem Bewerb herausstellen. Alles Training, alle Motivation zum Trotz beendete ich diesen Bewerb mit einem für meine
Verhältnisse schlechten Ergebnis (zumindest ich selbst bin davon sehr enttäuscht).
Schon vor dem Start zeigte sich, das dieses Rennen eine – gelinde ausgedrückt – Hitzeschlacht werden wird und so wurden alle Athleten beim Schwimmstart von einer Außentemperatur mit gefühlten
40 Grad (es hatte eh bereits schon ca. 30 Gräder) in ihren Neos auf „angenehme“ 16 Grad (Wassertemperatur) zwar nicht schockgefroren, aber dennoch deutlich herab gekühlt.
Das Schwimmen war noch der angenehmste Teil, da ca. 2/3 der Schwimmstrecke mit Rückendeckung durch die Strömung und der Rest eben dagegen absolviert werden musste. Ich denke, das mir dies zu
meiner halbwegs akzeptablen Schwimmzeit von ~ 35min verhalf.
Danach auf die Radstrecke, welche keine großen Höhenunterschiede aufwies. Laut meinem Radcomputer waren es insgesamt nur 25 Höhenmeter, welche zumindest von dieser Seite her kein
nennenswertes Hindernis darstellten. Dafür kam aber im Laufe der Radfahrt langsam und stetig etwas Luft in Bewegung, welches mir doch etwas zu schaffen machte. Ich bin eben kein Freund von
Rückenwind, da dieser sich auch meistens irgendwann zum Gegenwind ändert. Und so war es auch, das ich mir auf den letzten 30km mit dem Spruch „Rückenwind macht schnell, Gegenwind macht stark“
meine Motivation selbst holte.
Mit einer Zeit von unter drei Stunden kam ich aber dann in die Wechselzone, wo meine Laufschuhe schon auf mich warteten und dann ging´s raus auf die Laufpiste.
Im Lauf der ersten Runde, welche noch euphorisch gestartet wurde, merkte ich aber bereits, das dies nicht „Mein Tag“ war. Denn zwischenzeitig hatte die Außentemperatur dem Thermometer
befohlen, noch etwas mehr als beim Radfahren anzuzeigen und so begann die eingangs erwähnte Hitzeschlacht sich in die Realität zu ändern. Zusätzlich kam noch dazu, dass sich der Untergrund von
Asphalt (schön aufgewärmt) über Wiese, Sand, Gummi und Teppiche ständig änderte, was einer Laufökonomie natürlich sehr entgegenwirkte.
Im Lauf der zweiten Runde begannen meine Gedanken bereits mit einem Abbruch zu spielen, aber der aufkommende Ärger auf ein DNF lies mich doch weiterkämpfen und durch die ständigen Zurufe
meiner persönlichen Cheerleader – Dank an meine Frau, unserem Obmann Andi mit seiner Julia, die hier ebenfalls in einer von mir vorgenommenen Zeit finishte - wurde ich doch angetrieben und so
quälte ich meinen - ins Alter gekommenen - Körper doch bis zur Ziellinie. Nach ~ 2,5 Stunden laufen durfte ich den Zielbogen durchqueren und war echt froh, diesen Bewerb zumindest ohne DNF hinter
mich gebracht zu haben.
Auch wenn ich mit meinem Ergebnis selbst nicht zufrieden bin, freue ich mich trotzdem auf die nächsten Bewerbe, die schon bald an der Reihe sind:
Seestadt Sprintdistanz, Gerasdorf Sprintdistanz, Wien Sprintdistanz
und eventuell viel Anfeuerung zu euren Leistungen bei anderen Bewerben.
Wir sehen uns!